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Projektentwicklung Butendiek Drucken
Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, 08. Juli 2010

 

mit dem heutigem Newsletter geben wir Ihnen Informationen zum aktuellen Projektstand und der geplanten weiteren Entwicklung unseres Offshore-Windparks sowie der aktuellen Offshore Entwicklung in Deutschland.

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Quelle: "Projektentwicklung Butendiek" ist eine Aussendung von Butendiek aus Husum / Rundbrief der "Butendieker"

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Zitat von Dr. Hans-Joachim Zielinki

 

Einerseits:

Wenn "Butendiek" wirklich stirbt, werden wir feiern. Dann ist zwar längst nicht alles gut, aber ein Anfang ist gemacht!

 

Andererseits:

Nachtigall, ick hör Dir trapsen! Denn zwischen den Zeilen wird lauthals eine höhere Einspeisevergütung gefordert! Und bisher sind die windelweichen Opportunisten Merkel, Westerwelle, Röttgen und Co. mitsamt den Abgeordneten aus S-H stets dem Lobbyismus der Windkrafwerk-Branche erlegen!                        

 

[Link zum Artikel "Viel Wind um nichts!"]


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Projektentwicklung Butendiek

 

Durch den Verkauf der Projektrechte an die irische Fa. Airtricity im Jahr 2007 und deren Übernahme durch den schottischen Energiekonzern Scottish & Southern Energy (SSE) im Jahr 2008 beschränkt sich die operative Tätigkeit der Butendiek KG weiterhin auf die beiden Bereiche

 

- Beratung der gemeinsam von Butendiek und SSE neu gegründeten  Buten die  OffshoreWindpark GmbH & Co. KG (BOW). Sämtliche Kosten werden zur Zeit von SSE vorfinanziert.

 

- Beratung und Verwaltung der Butendiek Gesellschafter.

 

Das Jahr 2009 und auch die aktuelle Entwicklung bis heute sind sehr enttäuschend verlaufen. Bis zum Herbst 2009 hat SSE die Planung und Projektierung mit Vehemenz vorangetrieben. Nach dem Vorvertrag mit Siemens über die Lieferung von 80 WEAs à 3,6 MW wurden die Ausschreibungen für die parkinterne Verkabelung, Umspannstation auf See, Hafenanlagen in Esbjerg und auf Røm im Herbst 2009 abgeschlossen. In der Summe muss mit Gesamtkosten von über 3 Mio. Euro/MW gerechnet werden! Dies Ergebnis hat nicht überrascht, aber eine Chance auf eine ausreichende Rendite besteht bei diesen Kosten weder für die Schotten noch für uns. Zeitgleich zur Ausschreibung von Butendiek hat England seine ehrgeizigen Offshore-Pläne mit der Ausschreibung von ca. 30.000 MW-Leistung ausgebaut.

 

Damit dies für Interessenten lukrativ wird, hat die Regierung die Vergütung um ca. 3 cent auf z. Zt. ca. 18 cent/kWh erhöht. Damit ist klar, dass englische Offshore-Projekte mit 18 cent/kWh lukrativer als deutsche Offshore-Projekte mit 15 cent/kWh sind. Ergebnis: SSE hat über Nacht entschieden, sich von Butendiek (und auch von allen anderen deutschen Projektplanungen) zu verabschieden. SSE sucht seit ca. ½ Jahr einen Käufer für Butendiek. Es kann daher aktuell auch keine Aussage gemacht werden, wann mit dem Bau begonnen wird.

 

Fazit: Auch für uns ist die Entwicklung bei Butendiek, aber auch für Offshore insgesamt, sehr ernüchternd! Offshore wird zur Spielwiese der Energiekonzerne. Dabei wird nach unserer Ansicht der Bau der Offshore Parks zunehmend von der Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke abhängig gemacht. Wie dann der Stromtransport funktionieren soll, wenn gleichzeitig Kernkraftwerke und Offshore Parks mit einer Leistung von mehreren Tausend MW am Netz sind, ist ein großes Rätsel. Denn der seit Jahren bekannte und notwendige Netzausbau des Höchstspannungs-Netzes wird durch die Netzbetreiber nicht vorangetrieben.

 

Zusätzlich ernüchternd ist die Entwicklung der Kosten: Butendiek hätte in den Jahren 2005/2006 für 9 cent/kWh rentabel gebaut werden können. Mittlerweile müssen wir feststellen, dass es trotz einer Vergütung in Höhe von 15 cent/kWh und der Übernahme der Kosten der Netzanbindung durch den Netzbetreiber (entspricht ca. 3 cent/kWh), anscheinend immer noch nicht reicht. Auch wenn wir Offshore-Strom trotzdem für eine notwendige Option halten, so weisen wir darauf hin, dass der dezentral erzeugte Onshore-Strom mit einer Vergütung zwischen 6 und 9 cent je kWh (je nach Standort) die deutlich günstigere Alternative ist.

 

Konkret: Weitere Erhöhungen der Vergütung für Offshore-Strom dürfen nicht zu Lasten der Vergütung für Onshore-Strom gehen!

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre Butendieker

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 15. März 2011