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Streit um Fundamente Drucken
Geschrieben von: Administrator   
Montag, 12. Juli 2010

 

Die FDP gibt immer mehr Ihren Geist auf!


Lesen Sie mal den letzten Satz der Beifügung. Da möchte ein Liberaler(!!!!) die Entscheidungsbefugnis entziehen, weil ihm der Inhalt nicht paßt, weil er diktatorisch Einfluß nehmen will.

Die "Klimafaschisten" machen mobil!

Dr. H.-J. Zielinski

 

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Streit über Fundamente lähmt Ausbau von Offshore-Windparks

 

Bundesamt für Naturschutz lehnt gebräuchliche Verankerungsmethoden ab - Bereits genehmigte Projekte dürfen aber gebaut werden

 

von Harald Czycholl.

 

 

Der Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland gerät weiter ins Stocken. Grund dafür sind Bedenken des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) gegen die derzeit gebräuchlichen Fundamente für die Wndräder.

 

Bislang gibt es zwei mögliche Varianten: Zum einen hat man Stahlfundamente. Die müssen jedoch durch Rammschläge im Meeresboden befestigt werden. 15 000 Schläge pro Windrad sind nötig. Das ist laut und vertreibt Schweinswale aus ihrem Lebensraum, haben Untersuchungen beim deutschen Pilot-Offshore-Wndpark Alpha Ventus ergeben. Die zweite Möglichkeit sind Schwerkraftfundamente aus Beton. Die versiegeln jedoch den Meeresboden und schaden dort siedelnden Krebsen und Muscheln.

 

Für weitere Windparks können daher vorerst keine Fundamente genehmigt werden. Das geht aus einem Schreiben des BfN an das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hervor, das der WELT vorliegt. "Schwerkraftfundamente können nicht als Alternative für Fundamente, die mithilfe schallintensiver Rammungen am Meeresboden installiert werden müssen, angesehen werden", heißt es dort. Und weiter: Vorzuziehen seien "durch Bohrung eingebrachte Fundamente".

 

Theoretisch gibt es zwar die Möglichkeit, mittels einer Bohrung und Beton die Windräder am Meeresboden zu befestigen - es gibt jedoch derzeit keinen Anbieter für dieses Verfahren. Das BfN erklärt, pauschale Ablehnungen von Fundamentvarianten gebe es nicht. Auch seitens des BSH heißt es, von einer Art Moratorium gegen die Genehmigung weiterer Offshore-Windparks könne keine Rede sein. "Wir machen hier keine Politik, sondern sind Genehmigungsbehörde", so Behördensprecherin Gudrun Webe. Umweltbelange würden bei den Genehmigungsverfahren in jedem Einzelfall geprüft.

 

Wie die WELT aus Branchenkreisen erfuhr, haben sämtliche Unternehmen, deren Genehmigungsverfahren noch laufen, die Frage der Fundamente aus Angst vor einem Ablehnungsbescheid aus ihren Anträgen ausgeklammert. Doch ohne Fundament kein Windrad- damit ist jede Genehmigung erst mal wertlos. Die Neuregelung betrifft aber nur laufende Verfahren. Bereits genehmigte Windparks können gebaut werden.

 

Die betroffenen Unternehmen sind durchaus gesprächsbereit. "Vattenfall wird sich beim Bau und Betrieb von Offshore-Windparks nach wie vor für den Einklang mit den Belangen des Naturschutzes engagieren", sagte Georg Friedrichs, Geschäftsführer von Vattenfall Europe Windkraft. Er verspricht umfangreiche Monitoring-Maßnahmen, "so wie bei unseren bereits realisierten Offshore-Projekten in der dänischen Nordsee". Auch Ubbo de Wtt, Geschäftsführer von Sandbank Power, betonte, man halte sich an alle Vorgaben der Bundesregierung.

 

Besonders betroffen ist der Baukonzern Strabag, der bereits seit einigen Monaten in Cuxhaven Sand für den Bau eines maßgeschneiderten Spezialhafens aufspült. Das Unternehmen will dort Schwerkraftfundamente für die Ortshore-Windparks produzieren und direkt verladen. Die Erschließung des Geländes wird vom Bund und vom Land Niedersachsen mit insgesamt 33 Millionen Eurogefördert. Im kommenden Jahr sollte der Bau der Produktionshalle beginnen, insgesamt 500 Arbeitsplätze will Strabag schaffen.

 

Die Genehmigungsprobleme könnten dem Unternehmen nun einen Strich durch die Rechnung machen. "Wir müssten eine solche Konstruktion genehmigen", sagt BSH-Sprecherin Webe. Bislang lägen jedoch noch keine Unterlagen vor. "Deshalb können wir das nochnicht beurteilen." Das BfN-Schreiben gibt aber einen Hinweis auf die Genehmigungspraxis.

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Staffeldt bekräftigte daher seine Forderung, dem BfN die Genehmigungskompetenzen für Offshore-Wndparks zu entziehen. Allein das BSH solle zuständig sein. Der Liberale: "Das BfN treibt den Naturschutz ins Absurde."

 

 

Quelle: WELTonline vom 10.07.2010                                                                                      [Link zum Artikel]

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 12. Juli 2010