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Gefahren für die Schifffahrt Drucken
Geschrieben von: Stefan Riedel   
Mittwoch, 21. Januar 2009

Grosse Windkraftwerke sind realistische Kollisionsrisiken für die Schifffahrt. Vor der deutschen Nordseeküste werden jährlich cirka 50 Seenotfälle mit manövrierunfähigen Schiffen registriert.

Die brennende PALLAS streifte im Jahr 1998 treibend das geplante Baugebiet von "Butendiek", bevor sie vor der Nachbarinsel AMRUM zerbarst und dort eine Ölpest verursachte. Tausende Seevögel verendeten, Strände und Naturräume wurden verschmutzt. Die PALLAS war "nur" ein kleiner Holzfrachter. Was geschieht, wenn ein Öltanker mit einem Windkraftwerk kollidiert? Ölpest an weiten Teilen der Nordseeküsten, der Watten, der Naturparks, den Stränden.

 

 

Obwohl damals noch kein einziges der in der Nordsee geplanten 14.000 Windkraftwerke im Weg stand, gelang es den Notschleppern innerhalb zwei ganzer Tage nicht, die Katastrophe zu verhindern. In die geplanten Industrie-Areale von Windkraftwerken darf und wird sich ein Schlepperkapitän nicht hineinwagen. Ein Schiff in Seenot oder Havarist kann und darf dort noch nicht einmal Notanker werfen. Auch nicht in den Bereichen der jeweils über 80 m breiten Kabeltrassen zwischen den geplanten Windkraft-Industrien und zum Festland. Was passiert, wenn ein Anker eines der unzähligen Hochspannungskabel am Boden greift?

Die Reaktionszeit und die Anfahrtswege der beiden einzigen in der Deutschen Bucht stationierten Notfallschlepper sind zu lang. Sie können im Notfall einen Havaristen nicht erreichen, bevor dieser in eines der 34 geplanten Industrie-Areale mit ingesamt 14.000 Windkraftwerken treibt. Noch kann das verhindert werden.

Bürger wehrt Euch!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 21. Februar 2009